Ein Strauch vom Balkan
Der Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) gehört zu den Ölbaumgewächsen. Seine ursprüngliche Heimat liegt im Südosten Europas, ungefähr zwischen Albanien und Rumänien. Als Gartenstrauch ist er in Mitteleuropa seit Jahrhunderten verbreitet; man sieht ihn in Bauerngärten, Parks und an Bahndämmen, wo er mancherorts verwildert ist.
Der Strauch wird zwei bis sechs Meter hoch. Nach der Wikipedia blüht er von April bis Mai, im Schweizer Mittelland meist im Mai, in höheren Lagen entsprechend später. Frost macht ihm nichts aus.
Warum der Name Lila?
Die Farbnamen Lila und Flieder gehen auf diese Blüten zurück. Die Wildform blüht in Violett, und in der Gartenform reichen die Töne von Weiss über Rosa bis zu dunklem Purpur.
Schneiden ohne Blütenverlust
- Der Rückschnitt gehört unmittelbar ans Ende der Blüte, denn der Strauch legt die Knospen für das nächste Jahr schon im Sommer an.
- Abgeblühte Rispen lohnt es sich abzuknipsen.
- Am wohlsten fühlt sich der Flieder in voller Sonne, auf lockerem und eher kalkhaltigem Boden.
- Triebe, die aus der Wurzel kommen, stechen Sie bei veredelten Sträuchern ab; sie blühen anders als die Sorte.
Fliederzweige in der Vase
Geschnittener Flieder ist ein Frühlingsgruss zum Muttertag, hält aber nur wenige Tage. Wer Zweige für die Vase holt, schneidet sie am besten in den frühen Morgenstunden, streift das Laub weitgehend ab und stellt sie gleich ins kalte Wasser. Die Pflanze ist in der Liste der Giftpflanzen nicht aufgeführt.
Bei Verschlucken von grösseren Mengen durch Kinder rufen Sie sicherheitshalber Tox Info Suisse unter 145 an.