Mittelmeerpflanze im Mittelland
Der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) stammt von den Küsten Spaniens, Südfrankreichs und Italiens. Er ist ein aromatischer Zwergstrauch von bis zu etwa 100 Zentimetern, im Garten meist 30 bis 60 Zentimeter. In Mitteleuropa blüht er von Juli bis in den Herbst und gilt als winterhart. Besonders gut gedeiht er in den milden Lagen am Genfersee, im Wallis und im Tessin, im Mittelland genügt ein sonniger Platz.
Pflanzen und Schneiden
- Wählen Sie volle Sonne und kalkhaltigen, durchlässigen Boden.
- Nässe im Winter ist gefährlicher als Frost.
- Kürzen Sie die Triebe nach dem Verblühen um ein Drittel, aber nie bis ins kahle Holz.
- Im Topf brauchen Sie eine Schicht Kies am Boden.
Ernte und Verwendung
Zum Trocknen schneiden Sie die Stiele, sobald sich die untersten Blüten öffnen, am besten morgens oder nach Regen, sobald alles abgetrocknet ist. Bündeln Sie sie und hängen Sie sie kopfüber an einen luftigen, dunklen Ort. Getrocknet füllen sie Duftsäckchen. Lavendel dient auch in der Küche und in der Parfümerie.
Haustiere
Die ASPCA warnt: Der Lavendel ist ein Risiko für Hunde, Katzen und Pferde, denn die Inhaltsstoffe Linalool und Linalylacetat führen zu Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Ätherisches Öl und Pflanzen sollten Tiere nicht erreichen. Bei Beschwerden rufen Sie die Tierarztpraxis an, bei Menschen Tox Info Suisse unter 145.
Lavendel im Topf auf dem Balkon
Im Kübel gedeiht Lavendel gut, solange der Topf einen Abzug hat. Verwenden Sie mineralische Erde mit Sand und stellen Sie den Topf an den sonnigsten Platz. Im Winter schützen Sie den Kübel vor Dauernässe und wickeln ihn bei strengem Frost ein. Zum Düngen genügt wenig Kompost im Frühling. Alte Pflanzen verholzen und treiben schlecht, deshalb ersetzen Sie sie nach einigen Jahren.