Herkunft und Wuchs
Die Gewöhnliche Stockrose gehört zu den Malvengewächsen. Sie kam vermutlich im 15. Jahrhundert aus dem Südwesten Chinas nach Südeuropa und ist seither in vielen Bauerngärten zu Hause. Die Stängel erreichen ein bis zwei Meter, selten auch drei. Alle oberirdischen Teile sind mit Sternhaaren besetzt, was die Blätter rau macht.
In vielen Dörfern der Schweiz stehen Stockrosen an alten Hauswänden und Gartenmauern, oft ohne dass sie jemand gepflanzt hat. Sie säen sich in Mauerritzen und Pflasterfugen aus und wachsen dort erstaunlich gut. Wer solche Wildlinge stehen lässt, bekommt jedes Jahr eine neue Überraschung in der Farbe.
Wer sie als Hecke vor einer Wand stellen möchte, plant etwa einen halben Meter Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen ein.
Zwei Jahre bis zur Blüte
Meist ist die Pflanze zweijährig bis kurzlebig mehrjährig. Im ersten Jahr wächst nur eine Blattrosette; erst im zweiten Jahr erscheinen die Blütenstände. Sie öffnen sich von unten nach oben, so dass über Wochen immer neue Blüten nachkommen, hier meist von Juli bis in den September. Weil sich die Stockrose gerne selbst aussät, taucht sie oft an derselben Stelle wieder auf.
Standort in der Schweiz
- Ein sonniger Platz an einer Südwand, bei Wind mit Stütze.
- Im Mittelland und im Tessin gedeiht sie gut, in höheren Lagen sollte der Platz geschützt sein.
- Nährstoffreicher, nicht staunasser Boden.
Als Schnittblume taugt sie nur bedingt; sie gehört in den Garten.
Auf Tiere und Haut
Die ASPCA führt die Stockrose unter den Pflanzen, die für Hunde, Katzen und Pferde nicht giftig sind. Das raue Laub kann auf der Haut kratzen, bei Gartenarbeit lohnen sich Handschuhe.