Name und Verwandtschaft
Botanisch hat Spathiphyllum, auf Deutsch Einblatt, mit Lilien nichts gemeinsam. Die Gattung zählt zu den Aronstabgewächsen und umfasst einige Dutzend Arten aus den Tropen Mittel- und Südamerikas sowie Südostasiens. Das weisse Segel ist ein Hochblatt, die Spatha, und die winzigen echten Blüten sitzen am Kolben davor.
Im Regenwald wächst sie am Boden, darum mag sie Feuchtigkeit und kommt mit wenig Licht zurecht.
Standortwahl
- Licht: Hell und ohne direkte Sonne ist ideal, denn sonst verbrennen die Blätter. Mit einem Schattenplatz kommt sie ebenfalls klar, blüht dort aber weniger.
- Wasser: Die Erde bleibt gleichmässig feucht, die Oberfläche trocknet zwischen den Güssen leicht ab. Wasser im Untersetzer entfernen.
- Wärme: Ab Zimmertemperatur fühlt sie sich wohl, bei weniger als 15 Grad wird sie schwach.
- Dünger: Von Frühjahr bis Sommer alle sechs bis acht Wochen, nur schwach dosiert.
Probleme und ihre Ursachen
Bleiben die Blüten aus, liegt es oft am Lichtmangel oder am Alter, denn junge Pflanzen blühen frühestens nach einem Jahr. Braune oder gelbliche Blattränder entstehen, wenn überdüngt wird oder der Ballen austrocknet. Eine hängende Pflanze erholt sich nach dem Giessen, wird aber bei häufigem Wiederholen schwächer.
Dass sie die Raumluft spürbar reinigt, ist in Wohnräumen kaum messbar.
Haustiere
In den Blättern stecken nadelförmige Kristalle aus Calciumoxalat. Die ASPCA stuft die Friedenslilie für Hunde und Katzen als giftig ein; wer darauf herumkaut, bekommt ein brennendes Maul, speichelt viel, muss erbrechen und schluckt schwer. Anders als echte Lilien führt sie bei Katzen nicht zu Nierenversagen.
Stellen Sie sie dennoch hoch. Bei Kindern, die an Blättern gekaut haben, berät Tox Info Suisse unter 145.