Selten in der Natur
Wer im Spätsommer durch Heidegebiete geht, sieht fast nur violette und rötliche Teppiche. Weissblühende Pflanzen sind natürliche Abweichungen, die nur einzeln auftreten. Gartensorten in Weiss werden durch Stecklinge vermehrt, damit die Farbe erhalten bleibt. ‚Alba‘-Formen heissen sie im Fachhandel häufig.
Was man im Handel findet
Weisses Heidekraut gibt es sowohl als normal blühende Besenheide als auch als Knospenheide. Letztere öffnet sich nicht, hält das helle Bild aber wochenlang. Normal blühende Sorten bieten Bienen Nektar, was sie für den naturnahen Garten attraktiv macht. Manche weisse Sorten haben gold- oder silbergrünes Laub, das im Winter mitfärbt.
Gestaltung
- Weisse Heide passt zu Kiefernzweigen und Zapfen für den Advent.
- In einer Schale mit roter Heide ergibt sich ein einfacher Kontrast.
- Auf Gräbern wirkt Weiss ruhig und würdevoll; zu Allerheiligen in katholischen Kantonen wird es oft gewählt.
Pflege und Sicherheit
Saure Erde, Sonne, wenig Wasser. Stehendes Wasser im Übertopf führt zu Wurzelfäule. Besenheide wird nicht als Giftpflanze geführt; prüfen Sie jedoch gemischte Schalen auf giftige Verwandte wie Azaleen. Bei Zweifeln hilft die Tierarztpraxis, bei Menschen Tox Info Suisse (145).
Weiss im Wintergarten
Weisse Heide hellt dunkle Ecken auf und bleibt bis in den Winter sichtbar. Im Topf braucht sie ein Gefäss mit Abzug und saure Erde. Weil sie flach wurzelt, trocknet der Ballen schneller aus als gedacht. Giessen Sie deshalb auch im Winter an frostfreien Tagen. Nach der Blüte schneiden Sie die welken Triebspitzen im Frühjahr zurück.