Weiss ist eine Zuchtfarbe
In der Natur trägt die südafrikanische Stammart orange bis rote Köpfe. Weisse Sorten sind daher das Ergebnis von Auslese und Kreuzung. Das Weiss gehört zu den Zungenblüten am Rand; bei manchen Sorten schimmert es leicht cremig oder grünlich. Die Blütenmitte bleibt je nach Sorte gelb, grünlich oder fast schwarz, und gerade sie entscheidet über die Wirkung: Eine dunkle Mitte gibt dem Kopf Kontrast, eine helle Mitte lässt ihn fast zerbrechlich erscheinen.
Beim Einkauf achten Sie darauf, dass die Blätter am Stielansatz grün sind und die Zungenblüten kein braunes Randband haben. Ein fester, glatter Stiel zeigt Frische. Die Gerbera nimmt nach dem Schnitt rasch Wasser auf, deshalb lohnt es, sie sofort in die Vase zu stellen.
Weiss im Strauss
Weisse Gerbera lassen sich gut mit Grün kombinieren, etwa mit Eukalyptus, Schleierkraut oder Farnblättern. Wer einen reinen Weissstrauss binden möchte, mischt verschiedene Kopfgrössen, damit er nicht flach wirkt. Zusammen mit gelben Gerbera ergibt sich ein frischer Frühlingston.
- Helle Blüten zeigen Druckstellen und Wassermangel schneller als bunte. Greifen Sie die Köpfe deshalb nicht an den Zungenblüten an.
- Streifen Sie Blätter ab, die unter die Wasserlinie reichen.
- Schneiden Sie die Stiele alle zwei bis drei Tage nach.
Gelegenheiten
Weiss steht traditionell für Reinheit und Neubeginn. Deshalb wird es gern zur Taufe, zur Erstkommunion oder zur Konfirmation verschenkt, wo es hell und unaufdringlich wirkt. Auch als Gruss zur Genesung oder als Mitbringsel zum Apéro ist es eine zurückhaltende Wahl.
Wissenswertes für Tierhalter
Die ASPCA stuft die Gerbera als nicht giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein. Weisse Sorten unterscheiden sich darin nicht von bunten. Wenn eine Katze Blütenköpfe zerzaust, ist das Ärgernis eher optisch als gesundheitlich.