Ehrlich gesagt: gelb
Die Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus) hat gelbe Blütenblätter und eine gelbe Trompete. Weisse Varianten sind Züchtungen aus der Gattung Narcissus. Bekannt sind Trompetennarzissen, bei denen Krone und Kranz weiss oder cremeweiss sind, und Sorten mit hellgelber Trompete in weissen Blättern. Wer eine «weisse Osterglocke» sucht, sucht in der Regel eine solche Sorte.
Wer im Handel nach weissen Osterglocken fragt, bekommt häufig eine Antwort mit Sortennamen. Diese Namen sind hilfreich: Mit ihnen lassen sich Wuchshöhe, Blütezeit und Duft vergleichen. Im Zweifel hilft die Beschreibung auf dem Zwiebelsack, die meist auch die Pflanztiefe und den Abstand angibt.
Wofür man sie nimmt
- Zu Ostertischen mit weissen Tulpen und Zweigen.
- In Pflanzschalen mit Traubenhyazinthen.
- Als helle Tupfer an schattigen Stellen, wo Gelb zu grell wäre.
Wie bei den gelben gilt in der Vase: Allein ins Wasser stellen, bis der Schleim abgeflossen ist. Danach nicht mehr anschneiden.
Im Garten
Pflanzzeit ist der Herbst. Die Zwiebeln kommen etwa dreimal so tief in die Erde, wie sie hoch sind. Auf schweren Böden hilft eine Schicht Sand. Die Blüte setzt im Mittelland oft im März ein und reicht je nach Höhe bis in den Mai. Das Laub lässt man nach der Blüte welken.
Giftig, auch in Weiss
Die Farbe verändert nichts an der Giftigkeit. Alle Teile enthalten Alkaloide, am meisten die Zwiebel; der Saft kann die Haut reizen. Menschen finden Rat bei Tox Info Suisse unter 145. Für Hunde, Katzen und Pferde sind Narzissen laut ASPCA giftig; die Tierarztpraxis hilft im Zweifel.