Zwei Arten, ein Name
Die weisse Gladiole der Floristen ist meist eine grossblumige Gartensorte mit dichten Blütenähren. Die Abessinische Gladiole, Gladiolus murielae, ist dagegen eine eigene Art: Sie hat schlankere, sternförmige Blüten mit dunkelrotem Fleck in der Mitte, und sie duftet, besonders am Abend. Beide stammen aus Afrika und sind in der Schweiz nicht winterhart.
Beim Kauf von Knollen achten Sie auf feste, grosse Exemplare ohne Schimmel oder weiche Stellen. Je grösser die Knolle, desto kräftiger die Ähre. Dünne Knollen blühen oft nur schwach und brauchen zusätzliche Düngergaben im Frühsommer.
Weiss im Strauss
Weisse Gladiolen geben dem Strauss Eleganz und Linie. Sie wirken ruhig, wenn man sie mit grünen Zweigen kombiniert, und festlich zusammen mit weissen Rosen. Bei dichten Ähren öffnen sich die Blüten von unten nach oben; wer zu viele Knospen oben abschneidet, bekommt einen kürzeren Strauss, der aber gleichmässiger aufblüht.
- Zur Hochzeit stehen weisse Stiele an der Kirche oder im Vorraum.
- Zur Konfirmation oder Erstkommunion bietet sich ein Strauss mit weissen und grünen Blüten an.
- Auf Gräbern, etwa zu Allerheiligen in katholischen Kantonen, gelten weisse Blumen traditionell als Zeichen von Frieden.
Im Garten
Die Knollen werden nach den Eisheiligen gesteckt und im Herbst ausgegraben. Für die Abessinische Gladiole gilt dasselbe: Sie wächst bis etwa einen Meter hoch und blüht spät, im Spätsommer.
Vorsicht bei Tieren
Gladiolen sind laut ASPCA für Hunde, Katzen und Pferde giftig, am meisten die Knolle. Weisse Blüten machen dabei keinen Unterschied. Halten Sie Knollen und Abfälle fern von Tieren und Kindern; bei Verdacht helfen Tox Info Suisse (145) bzw. die Tierarztpraxis.