Zierformen statt Wildart
Rosa Blüten finden sich nicht beim Wildholunder, dessen Dolden cremeweiss sind, sondern bei Zuchtformen von Sambucus nigra. Eine bekannte Sorte ist 'Black Lace' mit fast schwarzem, fein geschlitztem Laub und rosa Blüten im Frühsommer. Die Dolden stehen auch hier flach.
Laub als Gestaltungselement
Das dunkle Laub prägt das Bild über Monate, die Blüte nur wenige Wochen. Im Herbst nehmen die Blätter oft einen rötlichen Ton an. Kombinieren Sie die Sträucher mit hellen Stauden und Gräsern, damit sie nicht schwer wirken.
Im Halbschatten bleibt das Laub etwas heller; für die kräftigste Färbung wählen Sie einen sonnigen Platz.
Standort und Schnitt
- Sonne bis Halbschatten, in Sonne färbt sich das Laub intensiver.
- In den ersten Jahren regelmässig giessen.
- Jedes Frühjahr einkürzen, wenn der Strauch kompakt bleiben soll; das kostet einen Teil der Blüte.
Zierholunder verträgt, wie die Wildart, auch kräftigen Rückschnitt im Spätwinter und treibt zuverlässig neu aus.
Ernte und Sicherheit
Die Blüten der Zierformen sind für den Verzehr nicht verbreitet, und über ihre Eignung ist weniger bekannt als beim Wildholunder. Zierholunder pflanzt man vor allem wegen seiner Wirkung. Wie bei der Wildart gilt: Grüne Pflanzenteile und unreife Beeren enthalten cyanogene Glykoside. Bei Fragen zur Giftigkeit beim Menschen hilft Tox Info Suisse unter 145.
Als Gartengehölz
Rosa Holunder wächst zügig und braucht Platz. In Hanglagen oder an Böschungen hält er den Boden. Vögel nehmen im Herbst die Beeren gern an.