Eine Gattung mit langer Geschichte
Über 350 Arten umfasst die Gattung Magnolia, verbreitet in Ostasien und Amerika. Fossilien belegen ihr Alter bis zurück in die Kreidezeit. Benannt wurde sie zu Ehren von Pierre Magnol, einem Botaniker aus Montpellier. Auffällig ist der schlichte Blütenaufbau: Statt Kelch und Krone gibt es lauter ähnliche Blütenblätter.
Welche Art für welchen Garten?
Klären Sie schon vor dem Kauf, wie gross die Pflanze werden darf. Es gibt stattliche Bäume ebenso wie kompakte Sträucher.
- Klein bleibt die Stern-Magnolie (Magnolia stellata) mit ihren schmalen, sternförmigen Blüten.
- Als häufigste Gartenmagnolie gilt die Tulpen-Magnolie mit grossen Schalenblüten (Magnolia × soulangeana).
- Bei der Purpur-Magnolie (Magnolia liliiflora) sind die Blüten dunkelrot bis violett.
Der Spätfrost und die Lage
Die Knospen entstehen bereits im Sommer davor, und geöffnet wird noch ohne Laub. Ein Frost im April färbt die geöffneten Blüten braun. Im Mittelland und in den Voralpen kommt das immer wieder vor, an den milden Ufern von Genfersee und Lago Maggiore seltener. Meiden Sie Mulden, in denen sich Kaltluft sammelt, und wählen Sie einen geschützten, sonnigen Platz.
Boden, Schnitt, Haustiere
Gut sind lockere, humose Böden ohne stehendes Wasser. Die Wurzeln verlaufen dicht unter der Oberfläche, weshalb Hacken und Umgraben tabu sind. Geschnitten wird sparsam und eher im Sommer. Die ASPCA nennt die Stern-Magnolie unbedenklich für Pferde, Hunde und Katzen.
Gartenmagnolien sind zudem eine Bereicherung für Insekten, denn die ersten Hummeln und Käfer besuchen ihre Blüten im zeitigen Frühling.