Rot kommt aus der Züchtung
Die wilden Waldreben der Schweiz blühen weiss oder violett. Rote Töne wie Weinrot, Karmin und Samtrot stammen aus der Züchtung. Bekannt ist zum Beispiel die grossblumige Sorte 'Niobe' mit dunkelroten Blüten und goldgelben Staubblättern. Rot gilt in der Blumensprache traditionell als Farbe der Wärme und Zuneigung.
Hintergrund und Standort
- Dunkle Blüten brauchen einen hellen Hintergrund, etwa eine helle Hauswand oder weisse Pergola.
- Die Wurzeln lieben einen kühlen, feuchten Boden, die Triebe Sonne bis Halbschatten.
- Wärme verstärkt die Farbintensität, pralle Mittagssonne lässt die Blüten aber ausbleichen.
Kletterhilfen aus Draht, Holzstäben oder Gitter sind ideal, da sich die Pflanze mit den Blattstielen festhält. Der Platz sollte windgeschützt sein.
Welcher Schnitt?
Welche Schnittgruppe eine rote Sorte hat, steht meist auf dem Etikett. Spätblühende Sorten kürzt man im Frühjahr stark, einzelne Sorten blühen im Frühsommer am alten Holz und werden nur leicht beschnitten. Wer das Etikett nicht mehr hat, beobachtet im ersten Jahr, wann die Pflanze blüht, und schneidet dann nach der Blüte oder im zeitigen Frühjahr.
Rot blühende Sorten brauchen im Spätsommer oft einen Rückschnitt der Spitzen, damit sie dicht bleiben. Die Pflanze mag Pflanzabstände von etwa 50 Zentimetern zur Mauer, damit die Wurzeln Luft und Wasser bekommen. Mulch hält die Wurzeln kühl und den Boden feucht.
Sicherheit
Klematis enthält in ihrem Saft Protoanemonin. Es reizt Haut und Schleimhäute. Handschuhe tragen und Schnittgut nicht liegen lassen. Die ASPCA warnt vor Speicheln, Erbrechen und Durchfall bei Hunden und Katzen, die davon gefressen haben. Für Menschen berät Tox Info Suisse unter 145.