Selten und gezüchtet
Unter den Frühlingsblühern sind rosa Leberblümchen eine Rarität. Die Wildform ist blau, selten treten rosa oder weisse Spielarten auf. Die rosa Gartenformen hat man ausgelesen und vermehrt, daher sind sie meist teurer und schwerer zu finden als blaue. Pflanzen Sie sie dort, wo sie jedes Frühjahr einen Farbtupfer setzen können.
Wie lange eine Pflanze lebt, hängt vom Standort ab. Bei ungestörtem Wuchs kann ein Leberblümchen viele Jahrzehnte alt werden. Düngen Sie nicht stark, und decken Sie das Laub im Herbst nicht ab, sonst faulen die Blattrosetten. Etwas Laubmulch im Winter genügt.
So ist die Blüte aufgebaut
Eine Leberblümchenblüte hat keine Kronblätter im üblichen Sinn. Die gefärbten Teile sind Kelchblätter. Direkt darunter sitzen drei grüne Hochblätter, in der Mitte stehen viele helle Staubblätter. Die Pflanze liefert Pollen, aber keinen Nektar. Die Samen tragen ein Anhängsel, das Ameisen anlockt; so verbreiten sie sich.
Im Garten
Der ideale Platz ist halbschattig, etwa unter einem Strauch. Der Boden darf kalkhaltig und humos sein und sollte nicht austrocknen. Rosa Leberblümchen wachsen langsam und blühen im März und April. Ein kleiner Trupp aus mehreren Pflanzen wirkt besser als ein einzelnes Exemplar. Verwenden Sie Gartenformen aus der Gärtnerei, nicht Wildpflanzen aus dem Wald.
Nicht in die Vase
Als Schnittblume sind Leberblümchen ungeeignet, weil die Blüten schnell welken. Das gilt für alle Farben. Die Pflanze enthält frisch Protoanemonin, einen Stoff, der Haut und Schleimhäute reizt. Bei Kindern, die davon gegessen haben, hilft Tox Info Suisse unter 145; bei Tieren die Tierarztpraxis.