Eine Kreuzung aus Frankreich
Die rosa blühende Magnolie in vielen Vorgärten ist meist die Tulpen-Magnolie (Magnolia × soulangeana). Étienne Soulange-Bodin kreuzte Anfang des 19. Jahrhunderts bei Paris zwei asiatische Arten. Die Blüten sind schalenförmig, aussen rosa bis purpurn, innen heller bis weiss. Inzwischen gehört sie zu den am häufigsten gepflanzten Magnolien überhaupt.
Blütezeit und Frost
Im April öffnen sich die Blüten, bevor die Blätter erscheinen. Das ist schön anzusehen, birgt aber ein Risiko: Kommt ein später Frost, färben sich die Blütenblätter braun. In Seenähe und im Tessin passiert das seltener als in höheren Lagen der Voralpen.
Besonders schön wirkt die Tulpen-Magnolie vor einer hellen Hauswand, wo die rosa Farbe der Blüten klar hervortritt.
Platzbedarf
Die Tulpen-Magnolie wächst als mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum und braucht Raum. Als Blickfang im Vorgarten bewährt sie sich, in schmalen Beeten eher nicht. Bienen und Hummeln finden an ihr im Frühling willkommene Nahrung.
Pflege übers Jahr
- Frühling: Boden mulchen, nicht umgraben.
- Sommer: Trockenheit vermeiden, wenig schneiden.
- Herbst: Laub liegen lassen.
- Winter: Junge Pflanzen mit Vlies schützen.
Wer den Baum erst pflanzen will, wählt im Frühling oder Herbst einen Container und setzt ihn so ein, dass der Wurzelballen nicht tiefer sitzt als zuvor.
Hinweis
Magnolien gelten höchstens als leicht giftig. Die ASPCA stuft die Stern-Magnolie als unbedenklich ein. Bei Beschwerden Ihres Tieres erreichen Sie die Tierarztpraxis.
Blüten und Blätter sollten Hunde, Katzen und Pferde trotzdem nicht fressen.