Die Gattung Narcissus
Je nach Autor zählen 52 bis 85 Arten zur Gattung; das internationale Register nennt sogar 85 anerkannte Arten. Dazu kommen tausende Gartensorten. Narzissen blühen im Spätwinter und Frühling und gehören in dieser Zeit zu den wichtigsten Pflanzen des Blumenhandels. Die gelbe Osterglocke ist nur eine von vielen Formen; es gibt auch weisse, cremefarbene und mehrfarbige.
Wer Narzissen im Topf auf den Balkon stellt, achtet auf einen Untersetzer, der Wasser ablaufen lässt. Auf der Alpensüdseite blühen sie früher als nördlich der Alpen, in Höhenlagen oft erst nach Ostern. Die Zwiebeln sind kälteverträglich und verzeihen auch einen kräftigen Wintereinbruch problemlos.
Zwiebeln setzen
Im Herbst wird gepflanzt, im Mittelland meist im Oktober, solange der Boden noch offen ist.
- Locker, durchlässig und nicht zu nass: In stehendem Wasser faulen die Zwiebeln.
- Pflanztiefe: das Dreifache der Zwiebelhöhe.
- Das Laub nach der Blüte nicht abschneiden, bis es gelb wird.
In höheren Lagen blühen Narzissen später, oft erst im April oder Mai.
Die Sache mit dem Saft
Frisch geschnittene Narzissen geben Schleim ab, der andere Schnittblumen im selben Gefäss schneller welken lässt. Stellen Sie sie zuerst einige Stunden allein ins Wasser und spülen Sie die Stiele ab, bevor sie in den gemischten Strauss kommen.
Giftige Zwiebeln
Narzissen enthalten Alkaloide, vor allem Lycorin, am stärksten in der Zwiebel. Gelangen Teile in den Mund, drohen Übelkeit und Erbrechen. Bewahren Sie Zwiebeln getrennt von Küchenzwiebeln auf. Bei einer Vergiftung beim Menschen berät Tox Info Suisse unter 145. Laut ASPCA sind Narzissen auch für Hunde, Katzen und Pferde giftig; die Tierarztpraxis weiss weiter.