Die Erstlingsblume
Der Gattungsname Primula bedeutet „Erstlingsblume“ und verweist auf die frühe Blüte. In der Schweiz und im Alpenraum wachsen mehrere Arten, darunter die Aurikel (Primula auricula), die Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) und die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior). Die Aurikel besiedelt Felsen und Hänge der Kalkalpen, die Schlüsselblumen findet man auf Wiesen und an Waldrändern.
Pflücken Sie wild wachsende Pflanzen nicht: Schutzregeln sind kantonal verschieden, am sichersten ist der Kauf von Gartenformen.
Die Topfprimel aus der Gärtnerei
Die farbigen Primeln, die ab dem Spätwinter angeboten werden, sind Zuchtformen. Ihre Blütezeit erstreckt sich über Februar bis Mai, und sie bleiben mit 10 bis 25 Zentimetern niedrig und lieben Halbschatten. Ihr Duft ist leicht. Sie eignen sich für Fensterbank, Balkonkasten und Ostertisch.
So blüht sie lange
- Ein heller Platz ohne direkte Sonne tut ihr gut.
- Im kühlen Treppenhaus blüht sie länger als im warmen Wohnzimmer.
- Giessen Sie mässig und lassen Sie kein Wasser im Übertopf stehen.
- Zupfen Sie Verblühtes aus, dann kommen neue Knospen nach.
Nach der Blüte darf sie in ein halbschattiges Beet, nach dem letzten Frost im Frühling.
Reizstoff und Haustiere
Einige Primeln, vor allem die Becherprimel (Primula obconica), enthalten Primin, das bei empfindlichen Menschen die Haut reizen kann. Die ASPCA stuft Primula vulgaris für Hunde, Katzen und Pferde als giftig ein; beschrieben wird mildes Erbrechen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung beim Menschen erreichen Sie Tox Info Suisse unter 145.
Primeln im Jahreslauf
In der Schweiz kommen die ersten Topfprimeln schon im Spätwinter in den Handel, lange bevor die Balkonkästen bepflanzt werden. Im Mittelland und in den Voralpen kann es danach noch kalt werden, setzen Sie die Pflanzen deshalb erst nach den Eisheiligen Mitte Mai dauerhaft ins Freie. Wer sie im Beet an einem halbschattigen Platz belässt, sieht sie oft im nächsten Jahr wieder blühen.