Geranie ist nicht gleich Geranium
Im Sprachgebrauch heissen Balkonpflanzen mit dichten Blütenbällen Geranien. Botanisch sind es Pelargonien (Pelargonium), die zwar zu den Storchschnabelgewächsen zählen, aber eine eigene Gattung bilden. Der echte Storchschnabel (Geranium) ist winterhart und wächst bei uns wild auf Wiesen. Pelargonien dagegen kommen aus dem südlichen Afrika, vor allem aus Südafrika und Namibia, und vertragen keinen Frost.
Die Blüte ist bei ihnen seitlich symmetrisch.
Vier Gruppen für den Balkon
- Zonalpelargonien: aufrecht, mit rundlichen Blättern, die oft einen dunklen Ring zeigen
- Hängepelargonien: glänzendes, efeuähnliches Laub und überhängende Triebe
- Edelpelargonien: sehr grosse Blüten, empfindlicher gegenüber Regen
- Duftpelargonien: gepflanzt wegen ihrer aromatischen Blätter
Manche Arten liefern ätherische Öle für die Parfümerie.
Sonne und sparsam giessen
Pelargonien lieben Licht und brauchen weniger Wasser, als man oft meint. Giessen Sie erst, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Wer häufiger giesst, sorgt eher für faulende Wurzeln als für mehr Blüten. Auf einen Balkon mit Südlage gehört deshalb ein Kasten mit Abzugslöchern.
Draussen stehen die Pflanzen von Mitte Mai bis Ende September. Vor den ersten Nachtfrösten räumen Sie sie hell und kühl ein, etwa in ein Treppenhaus oder einen frostfreien Wintergarten, und giessen kaum.
Für Tierhalter
Der ASPCA zählt Pelargonien zu den für Hunde, Katzen und Pferde giftigen Pflanzen. Die enthaltenen Duftstoffe Geraniol und Linalool können Erbrechen und Hautreizungen auslösen. Bei Beschwerden fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.