Staude aus der Prärie
Der Rote oder Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) stammt aus dem Osten und der Mitte der USA und wurde in Europa eingeführt. Er wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht je nach Sorte 50 bis 120 Zentimeter. Der Gattungsname kommt vom griechischen Wort für Igel und bezieht sich auf die stachelige Mitte der Blüte.
Der Sonnenhut ist auch bei Bienenfreunden beliebt, denn die Blüten bieten lange Nektar und Pollen. Wer Insekten fördern will, wählt einfache Blüten und keine gefüllten Formen, weil die Insekten bei gefüllten Blüten schlechter an die Mitte gelangen. Auch eine kleine Wasserschale in der Nähe wird gern genutzt.
Blüte und Standort
In unseren Breiten blüht die Staude von Hochsommer bis in den Herbst, in warmen Lagen auch länger. Wichtig sind ein sonniger Platz und durchlässiger Boden:
- Auf schweren, nassen Lehmböden Kies oder Sand untermischen.
- Im Winter schadet Nässe mehr als Kälte.
- Verblühte Köpfe im Herbst ruhig stehen lassen, Stieglitze picken die Samen.
Der Sonnenhut passt gut in Bauerngärten, Staudenrabatten und Naturgärten, vom Mittelland bis in die Täler der Voralpen. Für die Vase eignet er sich auch: Die Stiele halten etwa eine Woche bis zehn Tage.
Heilpflanze, Hype und Wirklichkeit
Echinacea-Präparate sind in Apotheken und Drogerien verbreitet, doch grössere Studien zeigen nach der Übersicht in der Wikipedia weder eine Linderung der Beschwerden noch eine schnellere Genesung. Die Pflanze im Garten gilt für Hunde und Katzen laut ASPCA als ungiftig; Präparate sollten Tiere dennoch nicht erhalten, ohne dass die Tierarztpraxis zugestimmt hat.