Rot ist eine Gartenzüchtung
Die Wildarten, aus denen Gartenpetunien entstanden, blühen weiss und violett. Rot kam erst durch die Züchtung hinzu. Inzwischen reichen die Sorten von Hellrot bis zu dunklem Weinrot, mit und ohne Adern. Hängende Sorten bilden dichte rote Vorhänge, während aufrechte Typen kompakt bleiben.
Auffallend ist, dass dunkelrote Sorten oft kleiner blühen als hellrote. Das hat mit der Zuchtrichtung zu tun: Kräftige Töne wurden früher in kleinblütigen Linien gesichert, grosse Blüten folgten später. Beim Einkauf lohnt deshalb ein Blick aufs Etikett, wenn Ihnen die Blütengrösse wichtig ist.
Hitze und Sonne
Dunkle Blüten nehmen mehr Wärme auf. An einem Südbalkon kann das Rot im Hochsommer ausbleichen und die Pflanze schneller austrocknen. Dann helfen ein tiefer Topf und Giessen in den frühen Morgenstunden.
- Verwenden Sie Töpfe mit Abzugsloch, damit keine Nässe steht.
- Eine Mulchschicht aus Rindenstücken hält die Erde kühler.
- Düngen Sie alle sieben bis zehn Tage.
Zusammenstellung
Rot passt zu Blau und Weiss. Einen Kontrast bringen blau blühende Lobelien oder Salbei. Wer es ruhig mag, kombiniert Rot mit Grau- und Silbertönen.
Frost und Überwinterung
Petunien sind nicht frosthart. Im Mittelland stellt man sie nach den Eisheiligen ins Freie und holt sie vor den ersten Frösten wieder herein. Überwintern ist möglich, aber schwierig, weil sie im Haus oft von Läusen befallen werden. Die meisten Gärtner ziehen sie jedes Jahr neu.
Haustiere
Laut ASPCA ist die Petunie ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde.