Von Karmin bis fast Schwarz
Die dunkelsten Sorten wirken im Licht nahezu schwarz und schimmern erst bei Sonne rotviolett. Heller Karmin ist dagegen ein klares Signalrot. Beides sieht vor einer Hauswand im Bauerngarten sehr gut aus und gibt dem Beet Tiefe.
Die Blütenblätter der dunklen Sorten sind seidig und etwas knittrig, wie feines Papier. Nach Regen kleben sie manchmal aneinander und öffnen sich erst, wenn die Sonne wieder scheint. Das ist ungefährlich und ein Zeichen dafür, dass die Blüten dünn und zart gebaut sind. Rote Sorten sind pflegeleicht und brauchen lediglich einen sonnigen, geschützten Platz.
Wer die Samen nach der Blüte sammelt, kann sie im Frühsommer an Ort und Stelle ausstreuen und hat im übernächsten Jahr schon wieder neue Pflanzen.
Früher ein Färbemittel
Dunkelrote Stockrosen wurden einst angebaut, um Textilien und Lebensmittel zu färben. Der enthaltene Farbstoff gehört zu den Anthocyanen. Heutzutage nutzt man die Blüten höchstens noch als Zutat in Tees, denn wegen der Schleim- und Gerbstoffe findet sich die Art gelegentlich in Hustentee-Mischungen.
Im Garten
- Sonnig stellen, bei Wind mit Stab.
- Rote Sorten brauchen wie andere einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden.
- Vor Rost schützen: Abstand halten, kranke Blätter entfernen.
Die Blüte beginnt im Juli und endet meist im September. In der Schweiz sind Stockrosen in vielen Bauerngärten zu finden, vom Mittelland bis in die Täler der Voralpen, solange sie Sonne bekommen.
Hinweis für Tierhalter
Nach der ASPCA ist die Stockrose für Hunde, Katzen und Pferde nicht giftig. Dunkelrote Sorten färben nicht auf Fell oder Pfoten ab, auf Kleidung können Blütenreste aber Flecken hinterlassen.