Delphin und Sporn
Der botanische Name Delphinium geht auf das griechische Wort für Delphin zurück: Die Blütenknospe soll an einen Delphin erinnern. Der deutsche Name bezieht sich auf den Sporn, der hinten an der Blüte sitzt. Die Gattung gehört zu den Hahnenfussgewächsen. In der Schweiz ist vor allem der Hohe Rittersporn (Delphinium elatum) verbreitet, der als Zierpflanze viel gezogen wird.
In Gärten stehen meist Elatum- und Belladonna-Hybriden, die 100 bis 180 Zentimeter hoch werden und im Juni und Juli blühen.
Giftpflanze des Jahres 2015
Alle Pflanzenteile enthalten giftige Alkaloide, besonders die Samen. Dazu zählen Elatin, Delphinin und Methyllycaconitin. Als Beschwerden werden Magenreizungen mit Durchfall sowie Bewegungsstörungen und nervöse Symptome beschrieben. Bei Verdacht auf eine Vergiftung hilft Tox Info Suisse rund um die Uhr unter der Nummer 145, bei akuter Not der Sanitätsnotruf 144.
Bei Hund, Katze oder Pferd ist die Tierärztin oder der Tierarzt die richtige Stelle. Die ASPCA führt Rittersporn als giftig für Hunde, Katzen und Pferde.
Hohe Kerzen standfest ziehen
- Sonniger, windgeschützter Platz mit nährstoffreichem, frischem Boden.
- Triebe früh mit Stäben stützen, denn volle Blütenkerzen sind schwer.
- Junge Triebe im Frühling vor Schnecken schützen.
- Nach dem ersten Flor die Stängel bodennah zurückschneiden. Bei guter Versorgung folgt im Herbst oft eine zweite, kleinere Blüte.
Für Kinder im Haushalt und Haustiere ist es sinnvoll, Rittersporn nur an Orten zu pflanzen, wo Samenkapseln nicht erreichbar sind. Verblühte Stängel entfernt man früh, bevor die Samen reif sind.
Als Schnittblume
Die Stiele sind hohl. Gärtnerinnen füllen sie manchmal mit Wasser und verschliessen sie mit Watte, damit sie nicht welken. Auch dann halten die Kerzen in der Vase meist nur fünf bis acht Tage. Handschuhe sind beim Umgang ratsam, weil die Pflanze auch für Haut und Schleimhäute reizend sein kann.