Blau am Feldrand
Centaurea cyanus ist eine einjährige Korbblütlerin, mit Wuchshöhen zwischen 20 und 100 Zentimetern. Die Blütezeit dauert von Juni bis in den September. Ursprünglich begleitete sie den Getreideanbau, in der Schweiz kommt sie nach Angaben der Fachliteratur bis auf über 1600 Meter vor, etwa im Wallis und bei Arosa.
Moderne Landwirtschaft hat sie auf vielen Feldern verdrängt, in Blühstreifen und Saatmischungen begegnet sie uns wieder.
Blau, aber nicht nur
Die Röhrenblüten des Kopfes sind meist blau, es gibt aber auch weisse, rosa und purpurne Formen. Das markante Blau ist das Erkennungszeichen, Gartensorten bringen weitere Töne. In Estland ist sie seit 1968 das nationale Blumensymbol. Historisch wurde sie von politischen Bewegungen vereinnahmt, was manche Menschen mit ihr verbinden.
Für Bienen und Garten
Bienen besuchen die Blüten besonders gern am späten Vormittag, der Nektar enthält etwa 34 Prozent Zucker. Säen Sie sie im Frühjahr oder im Frühherbst gleich dort, wo sie blühen sollen,. Sie braucht Sonne, durchlässigen Boden und wenig Dünger.
Schnittblume und Tiere
- Schneiden Sie Stiele, wenn sich die ersten Blüten geöffnet haben.
- Ein Wasserwechsel alle zwei Tage hält sie bis zu einer Woche frisch.
- Der Strauss passt zu Gräsern und Margeriten.
In der ASPCA-Liste erscheint die Kornblume bei den für Hunde und Katzen unbedenklichen Pflanzen. Bei Menschen hilft Tox Info Suisse unter 145.
Schutz und Beobachtung
Wer Kornblumen im Garten zulässt, hilft vielen Insekten. Neben Honigbienen besuchen auch Wildbienen und Schmetterlinge die Blüten. Wenn Sie Kornblumen in der freien Natur finden, lassen Sie sie stehen; für Gartenstrauss und Vase gibt es Saatgut und Pflanzen aus der Gärtnerei. Im Herbst bleiben die Samenstände für Vögel stehen, im Frühjahr können Sie sie ausharken.