Rot ist selten bei Rittersporn
Die Gattung Delphinium ist vor allem für Blau und Violett bekannt. Rot kommt in der Gattung nur bei wenigen Arten vor. Am bekanntesten ist der Scharlach-Rittersporn (Delphinium cardinale), der in Kalifornien wächst. Seine Blüten sind scharlachrot, die Pflanze blüht im Sommer an schlanken Stielen und wird von Kolibris besucht.
Im Schweizer Garten
Wer den Scharlach-Rittersporn bei uns zieht, sollte mit Verlusten rechnen: Er ist an Trockenheit im Sommer gewöhnt und verträgt Nässe im Winter schlecht. Ein sonniger, gut drainierter Platz, am besten am Hang oder im Steingarten, steigert die Chancen. Hohe Hybriden mit rötlichen oder rosaroten Kerzen sind einfacher zu halten, erreichen aber meist kein reines Rot.
- Sonne und durchlässiger Boden sind wichtiger als Dünger.
- Junge Pflanzen brauchen Schneckenschutz.
- Im Winter vor Dauernässe schützen, etwa mit einer Abdeckung aus Reisig.
Im Strauss
Rotbunte Sommerstrausse mit Rittersporn, Mohn und Gräsern sind selten, weil die Blüten schnell fallen. Rote Blüten brauchen helle Begleiter oder grünes Laub, damit sie nicht untergehen.
Wer sich für Rot interessiert, kann auf rotviolette und purpurne Sorten ausweichen, die robuster sind. Sie erreichen nicht das Leuchten des Scharlach-Rittersporns, bleiben aber im Garten sicherer. Die Blüten färben sich je nach Licht von Weinrot bis Violett.
Genauso giftig
Auch roter Rittersporn enthält in allen Teilen Alkaloide, besonders in den Samen. Laut ASPCA ist er giftig für Hunde, Katzen und Pferde und kann Speicheln, Koliken und Muskelzittern auslösen. Bei Menschen können Magenreizungen, Durchfall und nervöse Symptome auftreten. Tox Info Suisse berät unter 145 rund um die Uhr, bei Tieren die Tierärztin oder der Tierarzt.