Rhododendron mit Spitznamen
Biologisch gibt es keine Gattung Azalee. Alle Azaleen sind Rhododendren aus der Familie der Heidekrautgewächse, der Begriff fasst bestimmte Gruppen zusammen. Selbst die Alpenrose, die in den Schweizer Bergen wächst, gehört in dieselbe Gattung. Die Zimmerazalee geht zum grossen Teil auf Rhododendron simsii zurück, einen immergrünen Strauch aus Südchina, Vietnam und Thailand, der in der Heimat etwa zwei Meter erreicht.
Seinen Namen trägt er nach dem britischen Botaniker John Sims. Aus ihm sind die Indica-Hybriden hervorgegangen, die im Winter blühend verkauft werden.
Innen oder aussen?
Die Topfpflanze verträgt keinen Frost und bleibt im Winter im Haus. Für Beete bietet der Gartenbau andere, frostverträgliche Hybriden. Wer eine Zimmerazalee im Garten auspflanzt, verliert sie spätestens in der ersten kalten Nacht.
Damit sie lange blüht
- Hell, aber kühl aufstellen und die pralle Mittagssonne meiden. Warme, trockene Luft lässt Knospen vertrocknen.
- Den Ballen nie ganz austrocknen lassen. Ist es doch passiert, taucht man den Topf in einen Eimer Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
- Kalkarmes Wasser verwenden, am besten Regenwasser, und bei Bedarf Rhododendronerde nehmen.
Nach der Blüte Verwelktes entfernen und die Pflanze weiter kühl stellen. So treibt sie im Frühjahr wieder aus und blüht mit etwas Glück im nächsten Winter erneut.
Giftige Schönheit
Alle Teile enthalten Grayanotoxine, auch der Nektar. Die ASPCA beschreibt Erbrechen, Durchfall, Schwäche und im schlimmsten Fall Herzversagen bei Pferden, Hunden und Katzen. Stellen Sie die Pflanze entsprechend sicher auf. Bei Fragen zu Menschen erreichen Sie Tox Info Suisse unter 145, bei Tieren die Tierarztpraxis.