Zeigerpflanze der mageren Wiese
Die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), auch Magerwiesen-Margerite genannt, ist eine ausdauernde Staude. Sie wird 20 bis 80 Zentimeter hoch und blüht von Mai bis September. Die Blütenköpfchen messen zwei bis sechs Zentimeter. Sie bestehen aus 20 bis 25 weissen Zungenblüten, die eine Scheibe von 300 bis 400 gelben Röhrenblüten umgeben.
Die Blätter sind löffelförmig, die unteren am Rand gezähnt.
Wo sie wächst
Die Art kommt in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Sie wächst auf nährstoffarmen, sonnigen bis halbschattigen Wiesen und Weiden und gilt als Kennart der Halbtrockenrasen, die man in der Schweiz etwa im Jura und in warmen Lagen des Mittellands findet. Auf gedüngten Fettwiesen wird sie seltener, weil dichtere Gräser sie verdrängen.
Margeriten im Garten
- Sonne und mageren, durchlässigen Boden wählen.
- Nicht düngen, sonst werden die Pflanzen lang und kippen.
- Nach der ersten Blüte zurückschneiden, dann blüht sie häufig erneut.
- Aussaat im Herbst oder Frühjahr.
Ein Name aus der Geschichte
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in manchen Städten Margeritentage, an denen Strassen mit den Blumen geschmückt und Kunstblumen zugunsten wohltätiger Zwecke verkauft wurden.
Wer eine Blumenwiese anlegen möchte, sät die Margerite zusammen mit anderen Arten ein und mäht nur ein- bis zweimal im Jahr. Häufiger Schnitt und Dünger drängen sie zurück, weil Gräser dann schneller wachsen.
Giftig?
Für Menschen gilt die Pflanze als ungiftig. Sie kann aber bei Hautkontakt allergische Reaktionen auslösen, Auslöser sind Polyacetylene. Der ASPCA-Eintrag zu Daisy führt die Pflanze als giftig für Hunde und Katzen. Tox Info Suisse berät bei Menschen unter 145, bei Tieren hilft die Tierarztpraxis.