Weiss und Vererbung
Das Löwenmaul gehört in der Genetik zu den klassischen Beispielen. Kreuzt man eine weisse mit einer roten Sorte, entstehen in der ersten Generation rosa Pflanzen, weil keine der beiden Farben die andere ganz überdeckt. In späteren Generationen tauchen Rot, Rosa und Weiss in bestimmten Anteilen wieder auf.
Wer Samen von weissen Pflanzen sammelt, erhält deshalb nicht immer reines Weiss, wenn in der Nähe rote Sorten blühen.
Wer weisses Löwenmaul im Topf zieht, sät am besten zwei- bis dreimal im Abstand von zwei Wochen, damit der Flor nicht auf einmal endet. Die Keimlinge sind winzig und brauchen Licht zum Keimen, deshalb werden die Samen nicht mit Erde bedeckt, sondern nur angedrückt. Nach dem Auspflanzen genügt mässige Feuchte.
Im Gartenbild
Weisses Löwenmaul wirkt wie ein heller Akzent im Sommerbeet. Es eignet sich für Gärten im Mittelland, die im Juni und Juli viel Sonne bekommen. Gut zeigt sich Weiss vor dunklem Laub und neben blauen Salbei oder Rittersporn. Auch in Bauerngärten gehört es neben Ringelblume und Cosmea dazu.
- Gruppen von sieben bis zehn Pflanzen wirken besser als Einzelstücke.
- Wählen Sie niedrige Sorten für Töpfe und Balkonkästen.
- Hohe Sorten brauchen in windigen Lagen einen Stab.
In der Vase
Als Schnittblume bleibt Weiss lange ansehnlich, wenn Sie die Stiele kühl stellen. Kaufen oder schneiden Sie Stiele, bei denen die unteren Blüten offen und die obersten Knospen noch grün sind. Weisse Löwenmäulchen vertragen sich mit Rosen, Schleierkraut und Gräsern.
Haustiere
Laut ASPCA ist das Löwenmaul für Hunde, Katzen und Pferde ungiftig. Das gilt für alle Farben.