Cremeweiss und süss
Wenn man vom weissen Geissblatt spricht, ist meist das Echte Geissblatt (Lonicera caprifolium) gemeint, auch Jelängerjelieber genannt. Es bildet Blüten in Kränzen, die zuerst weisslich bis cremefarben aufgehen und später oft einen gelben Ton annehmen. Die Blüten tragen süssen, essbaren Nektar, daher der Gattungsname im Englischen, honeysuckle.
Als Standort bewährt sich ein Platz, an dem die Pflanze von Süden Sonne bekommt, der Fuss aber im Schatten einer Mauer oder von niedrigen Stauden liegt. So bleibt die Erde feucht und die Wurzeln bleiben kühl. Eine Mulchschicht aus Rindenhäcksel oder Laub hilft zusätzlich in trockenen Sommern.
Wo es sich wohlfühlt
Klettern kann die Pflanze nur an Drähten, Gittern oder einem Rankgerüst. Der Standort ist am besten leicht beschattet am Fuss und sonnig im oberen Teil. In Wohngegenden im Mittelland bleibt der Duft zwischen den Häusern gut stehen. An windigen Hängen schützt eine Wand vor dem Austrocknen.
- Pflanzen im Herbst oder Frühling.
- Triebe an die Stütze leiten, sie winden sich selbst weiter.
- Auslichten, wenn das Geflecht zu dicht wird.
Insekten im Sommer
Am Abend besuchen Nachtfalter die Blüten, tagsüber finden auch Hummeln den Weg. Wer einen naturnahen Garten möchte, lässt einen Teil der Pflanze ungeschnitten, damit Vögel im Herbst die Beeren nutzen.
Vorsicht bei Beeren
Die Früchte der meisten Arten gelten als schwach giftig. Kinder sollten sie nicht probieren; bei Verdacht erreichen Sie Tox Info Suisse rund um die Uhr unter 145, bei Atemnot oder Bewusstlosigkeit den Sanitätsnotruf 144. Hunde und Katzen halten Sie von den Beeren fern.