Eine seltene Farbform
Die Wildform des Leberblümchens blüht blauviolett. Weisse Exemplare treten gelegentlich auf, und in der Gärtnerei werden weisse Sorten als Gartenform angeboten. Eine Sorte wird häufig als 'Alba' geführt. Ein Strauss aus weissen Leberblümchen ist nicht üblich, denn die Pflanze gehört ins Beet.
Die Blüten dauern nicht lange: Jede Blüte steht etwa eine Woche. Danach bleibt die Pflanze mit ihren Blättern ein ruhiger Bodendecker. Wer im Garten mehrere Leberblümchen pflanzt, kann Blau, Weiss und Rosa mischen und hat über Wochen ein lebendiges Frühlingsbild, das sich Jahr für Jahr vergrössert.
Verwechslung vermeiden
Im Frühling blühen mehrere weisse Waldpflanzen gleichzeitig. Das Leberblümchen erkennen Sie an diesen Merkmalen:
- Dreilappige, ledrige Blätter, die oft noch vom Vorjahr grün sind.
- Drei grüne Hochblätter direkt unter der Blüte.
- Sechs bis zehn Blütenhüllblätter statt flacher Blütenblätter.
- Eine Wuchshöhe von höchstens fünfzehn Zentimetern.
Das Buschwindröschen ist höher und hat tief eingeschnittene, gefingerte Blätter.
Im Garten
Weisse Leberblümchen stehen am besten im Halbschatten unter Laubgehölzen, auf humosem, kalkhaltigem Boden. Sie wachsen langsam und mögen es nicht, verpflanzt zu werden. Wer sie kaufen möchte, achtet auf nachgezogene Ware aus der Gärtnerei und nicht auf Wildentnahmen.
Giftig wie die blaue Form
Auch die weisse Form enthält Protoanemonin. Die frische Pflanze kann Haut und Schleimhäute reizen. Halten Sie Kinder und Haustiere fern. Bei Verdacht auf Verzehr durch ein Kind erreichen Sie Tox Info Suisse unter der Notfallnummer 145, bei schweren Beschwerden gilt 144. Bei Tieren hilft die Tierarztpraxis.