Eine Staude aus dem Westen Nordamerikas
Die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus) stammt aus dem Westen Nordamerikas, von British Columbia bis Kalifornien. In Gärten wird sie 60 bis 150 Zentimeter hoch und trägt handförmig geteilte Blätter. Von Ende Mai bis in den Hochsommer stehen aufrechte Blütenkerzen mit bis zu achtzig Schmetterlingsblüten.
Meist blüht die Pflanze erst ab dem zweiten Standjahr.
Die wilde Form ist blauviolett. Die bunten Gartensorten stammen aus Kreuzungen, die der englische Züchter George Russell berühmt machte.
Standort und Boden
- Volle Sonne oder lichter Halbschatten
- durchlässiger, eher nährstoffarmer, kalkarmer Boden
- keine Verdichtung, die Pfahlwurzel geht tief
- nach dem Verblühen zurückschneiden, dann folgt oft eine zweite Blüte
Wie alle Schmetterlingsblütler leben Lupinen mit Knöllchenbakterien zusammen, die Luftstickstoff binden. Mageren Böden tut das gut, Dünger ist deshalb kaum nötig.
Verwilderung in der Schweiz
Die Vielblättrige Lupine steht auf der Schwarzen Liste der invasiven Neophyten der Schweiz. Sie breitet sich an Böschungen, Wegrändern und auf Bergwiesen aus und verdrängt dort einheimische Arten. Schneiden Sie die Blütenstände deshalb ab, bevor die Hülsen reifen, und kompostieren Sie Samenstände nicht im Garten.
Entsorgen Sie sie im Kehricht.
Giftig, besonders die Samen
Wilde Lupinen enthalten Chinolizidin-Alkaloide, vor allem in den Samen. Die Süsslupinen für die Lebensmittelproduktion sind alkaloidarm gezüchtet. Halten Sie Kinder von Hülsen und Samen fern. Tox Info Suisse berät rund um die Uhr unter 145. Haustiere mit Verdacht gehören in die Tierarztpraxis.