Verwandtschaft mit Tomate und Tabak
Petunien gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind damit nahe Verwandte von Tomate, Kartoffel und Tabak. Ihre Heimat ist das gemässigte bis subtropische Südamerika. Der Name stammt von einem brasilianischen Wort für Tabak. Die Petunie im Balkonkasten ist keine Wildart, sondern eine Kreuzung, die auf eine weiss und eine violett blühende Wildart zurückgeht.
Triebe und Blätter sind mit klebrigen Haaren besetzt, was beim Ausputzen deutlich zu spüren ist.
Im Handel unterscheidet man ausserdem Sorten nach Wuchs: Aufrechte Typen eignen sich für Beete und Töpfe, überhängende für Balkonkästen und Ampeln, und die sogenannten Teppichsorten für Flächen. Die meisten Petunien werden im Gartencenter bereits vorgezogen als Jungpflanzen angeboten, weil die Aussaat Wärme und viel Licht verlangt.
Die Samen sind winzig und werden nur auf die Erde gestreut.
Standort und Zeitpunkt
Petunien vertragen keinen Frost. In den Schweizer Lagen nördlich der Alpen setzt man sie deshalb erst Mitte Mai, nach den Eisheiligen. In höheren Lagen wartet man besser noch einige Tage. Sie brauchen Sonne; im Schatten blühen sie kaum.
Pflege im Sommer
- Giessen Sie lieber gründlich und seltener als täglich ein wenig. Staunässe schadet den Wurzeln.
- Düngen Sie wöchentlich, denn die lange Blüte kostet Kraft.
- Zupfen Sie Verblühtes aus, damit die Pflanze keine Samen ansetzt.
- Kürzen Sie lange, kahle Triebe im Hochsommer ein.
Grossblütige Sorten sind nach Regen schnell zerzaust. Wer einen wetterfesten Balkon will, wählt Multiflora-Sorten mit kleineren Blüten oder Hängepetunien, die Regen besser verkraften.
Mit Haustieren
Die ASPCA führt die Petunie als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde. Einen sonnigen Platz hat sie deshalb auch auf einem Balkon, auf dem sich die Katze aufhält.